Vermutlich hatte Martin Luther keine Vorstellung davon, welche Folgen es haben würde, als er am 31. Oktober 1517 in Wittenberg „95 Thesen gegen den Ablasshandel“ veröffentlichte. Er brachte darin zum Ausdruck, was viele Geistliche in diesen Zeiten des Umbruchs forderten: Die Kirche soll keine Geschäfte mit dem Seelenheil der Menschen machen, zur „Freiheit eines Christenmenschen“ soll es gehören, dass er sich selbst über die wichtigen Dinge des Lebens informieren kann und dass man Politik und Kirche nach Möglichkeit auseinander halten soll. Die Vision von beinahe paradiesischen Zuständen in einer Zeit, in der Kopernikus bereits den Himmel entzaubert und Kolumbus auch jenseits der bis dahin bekannten Welt das biblische Paradies nicht gefunden hatte.

Inzwischen sind 500 Jahre vergangen – und in manchen Regionen der Welt hat sich die Verheißung „Das Paradies ist überall“ schon zu einem guten Teil erfüllt. Wir markieren für zwei Monate Orte in der Stadt, die sich beim genauen Hinschauen tatsächlich als geradezu paradiesisch erweisen, häufig umgeben von diversen Einrichtungen, die den Sehnsuchtsortes „Paradies“ bereits im Namen führen – wie die berühmten Döner- und Teppich-Paradiese.

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