Le Berlin des Créateurs - Die Berliner Design- und Musikszene präsentiert sich in Paris
Ausstellung „Le Berlin des Créateurs“
Die Ausstellung „Le Berlin des Créateurs“ widmet sich Berliner Designern und ihren Kreationen. Die Fachleute der Design-Branche sind sich einig, dass die politische und wirtschaftliche Lage Berlins ein außergewöhnliches, für junge Designer äußerst attraktives Klima hervorgebracht hat. Der über Jahrzehnte fortwährende Rückzug der Industrie (bis zum Mauerfall zunächst aus dem Westteil Berlins, dann aus dem Ostteil der Stadt), hat es jungen Designern ermöglicht, sich von den Erwartungen und Bedürfnissen der Industrie zu lösen. Die Kritik an einer eher der Industrie zugewandten Design-Tradition hat neue Kreationsmodi zum Vorschein gebracht, die sich nun ihrerseits dem nicht-kommerziellen Aspekt des Designs widmen.
Das Team der Kulturprojekte Berlin GmbH (Thomas Friedrich, Kathrin Kohle, Wolf Kühnelt, Georg von Wilcken) hat in Kooperation mit einer Gruppe von Experten (Atilano González-Pérez, Designmai / Prof. Ralf Rautenberg und Prof. Helmut Staubach, Kunsthochschule Berlin-Weißensee / Prof. Egon Chemaitis und Prof. Valeska Schmidt-Thomsen, Universität der Künste, Berlin) 18 Designbüros und Modeateliers für die Ausstellung „Le Berlin des Créateurs“ ausgewählt:
Produkt-Design:
Adam und Harborth / Studio Aisslinger / Julian Appelius / Delphin-Design / e27 / Fuchs und Funke / Hering Berlin / Läufer und Keichel / Metrofarm / Osko und Deichmann / Barbara Schmidt (Kahla Porzellan)
Mode-Ateliers:
Bless Office Berlin / c.neeon / Elena Kikina / Frank Leder / Pulver Studio / Karen Scholz und Joan Tarragó Pampanola / Trippen GmbH
Zeitraum: 3. Oktober bis 16. Dezember 2007
Ausstellungsort: VIA (Valorisation de l’Innovation dans l’Ameublement), Paris
www.via.fr
Veranstaltungen zur Berliner Musikszene
Stummfilm als Partitur
Jürgen Kurz, der renommierte deutsche Stummfilmpianist, und Claudius von Wrochem, Cellist des auf Neue Musik spezialisierten Kairos Quartetts aus Berlin, setzen sich an diesem Abend im Point Ephémère in drei aufeinander folgenden Blöcken mit Man Rays und Marcel Duchamps Stummfilmen auseinander. Zunächst jeder für sich, im dritten Block gemeinsam.
Die musikalischen Konzepte ziehen ihre Inspiration unmittelbar aus den Filmen. Verwendet werden neben Inside-Flügel und verstärktem Cello auch eine Jap-Fiddle und viel Spielzeug.
Zur Partitur werden folgende Filme von Man Ray und Marcel Duchamp gezeigt:
– le retour à la raison [f. 1923, 3']
– emak bakia [f. 1926, 18']
– anemic cinema [f. 1925, 7', Regie Marcel Duchamp, assistiert von Man Ray und Marc Allégret]
– l'etoile de mer [f. 1928, 15']
– les mystères du château du dé man ray [f 1929, 25']
Ulrich Gumpert Quartett
Mit dieser wunderbaren Rhythmusgruppe – Jan Roder am Bass und Michael Griener am Schlagzeug – hat Ulrich Gumpert ein echtes Schnäppchen gemacht. Die beiden sind perfekte Begleitmusiker, swingen was das Zeug hält, und Ben Ababarnel-Wolf, der Tenorist, ist ein begnadeter Melodiker, der u.a. bei Charles Gayle und Roscoe Mitchell gelernt hat. Gumpert macht es sichtbar Freude, dazu die Akkorde zu platzieren, aber auch hin und wieder fast ekstatisch über die Tastatur zu rasen. Manche Kompositionen kennt man vom Zentralquartett,
allerdings klingt es in dieser Combo kein bisschen teutonisch. Es gibt keine Klangexperimente und auch keine Suche nach neuen Formen. Alle spielen locker vom Hocker das, was sie können, und nach einem mehr oder weniger langen Ausflug finden alle gemeinsam zurück zur Erkennungsmelodie, so dass auch weniger geübte Hörer entspannt die Reise mitgehen können. (Jean Reuter über das Gumpert-Konzert in Darmstadt)
˜scape nacht
Clubnacht mit Barbara Preisinger, Stefan Betke alias „pole“ und Jan Jelinek vom Berliner Elektronik-Label „˜scape“. Die beiden Labelgründer Stefan Betke und Barbara Preisinger bieten seit 1999 mit scape ein fruchtbares Umfeld für Künstler und Musik, die für sich selbst steht. Dabei verlassen sie sich maßgeblich auf ihre gemeinsamen Erfahrungen als DJs, Musiker, Remixer, Mastering Engineer, Produzenten, Veranstalter, Studiobetreiber und Verlagsinhaber, um mit kritischem Blick und spontanem Enthusiasmus Künstler auszuwählen, die – wie sie selbst auch – schlüssige, eigenständige und natürlich großartige Musik machen.
Veranstaltungsort:
Point Ephémère
200 Quai de Valmy
75010 Paris
www.pointephemere.org
„STUMMFILM ALS PARTITUR“
4. Oktober 2007, Beginn: 20:30 Uhr
„ULRICH GUMPERT QUARTETT“
11. Oktober 2007, Beginn: 20:30 Uhr
„˜SCAPE NACHT“
18. Oktober 2007, Beginn: 20:30 Uhr





